Brandschutzerziehung 2.0

Brandschutzerziehung 2.0

(OS) Die Brandschutzerziehung der Rimbacher Feuerwehren basiert auf einem gemeindeeinheitlichen Konzept, welches im Jahr 2004 entwickelt und seitdem erfolgreich bei allen Veranstaltungen durchgeführt wurde. Mit der Veröffentlichung der ersten Auflage setzten die Rimbacher Brandschützer hessenweit beachtete Maßstäbe für die einheitliche Vermittlung von brandschutzrelevanten Themen in Kindertagesstätten und Grundschulen.
Nach 13 Jahren war es nun an der Zeit, das Konzept an die Entwicklungen der heutigen Zeit anzupassen, so Frank Schmitt bei der Präsentation des neuen Brandschutzkonzeptes der Feuerwehren der Gemeinde Rimbach. Im Beisein von Bürgermeister Holger Schmitt, dem Gemeindebrandinspektor Bastian Weisener, zahlreicher Kameradinnen und Kameraden der gemeindlichen Feuerwehren, sowie den Verantwortlichen der Kindertagesstätten und Grundschulen der Gemeinde Rimbach stellte Schmitt die Entwicklung und Ziele der Brandschutzerziehung im neuen Konzept vor. Durch die Erfahrungen vieler Veranstaltungen, dem Einsatz neuer Medien und den geänderten Anforderungen in der Arbeitswelt sei eine Anpassung des Konzepts sinnvoll gewesen.
Das Konzept der Brandschützer ermöglicht ein einheitliches Vorgehen in allen Einrichtungen in Rimbach. Dadurch erhalten alle Kinder eine einheitliche Belehrung zum Thema Brandschutz. Darüber hinaus können die ehrenamtlichen Helfer gemeindeweit eingesetzt werden.
Der Reiz am Spiel mit dem Feuer sei das Verbotene, so Schmitt. Daher lehren die Brandschutzerzieher der Gemeinde den sicheren Umgang mit Zündmitteln, das Absetzen eines Notrufs, das richtige Verhalten im Brandfall und die Tätigkeiten der Feuerwehr.
Bürgermeister Holger Schmitt unterstrich in seinen Worten die Bedeutung der Brandschutzerziehung für Kindertagesstätten und Grundschulen. Die Überarbeitung des Konzepts zeige, dass die Feuerwehren der Gemeinde zukunftsweisend und pflichtbewusst ihre Aufgaben erfüllen und einheitliche Standards für die Gemeinde setzen.

Brandschutzerziehung 2.0

Brandschutzerziehung 01.10.2007

(EB) Wenn auf die Frage, wer denn zu Hause Rauchmelder installiert hat,
mehr als die Hälfte aller Kinder die Hand streckt, dann lacht das Herz
des Brandschutzerziehers. Aber es kommt noch besser: die 112 kennen alle
und das Absetzen eines Notrufes -- für manchen Erwachsenen gar nicht so
einfach -- klappt fast ohne Probleme. So geschehen beim diesjährigen
Projekt "Brandschutzerziehung" in den vierten Klassen der Rimbacher
Brüder-Grimm-Schule.
Insgesamt zwei Doppelstunden verbrachten die Brandschutzerzieher der
Rimbacher Feuerwehr im Klassensaal und genau die gleiche Zeit waren die
Viertklässler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Gäste im Feuerwehrhaus.
Man hätte die ganze Woche miteinander verbringen können, Themen und
Fragen wären bestimmt nicht ausgegangen. Aber, jeder Brandschutzerzieher
hat schließlich noch seinen Beruf, und so musste man sich auf die
wichtigsten Bereiche konzentrieren. "Wirklich wichtig", so Frank Schmitt
von der Rimbacher Feuerwehr, " sind drei Themen: der richtige Umgang mit
Zündmitteln, damit erst gar kein Brand entsteht, die Frage wie ich mich
im Brandfalle verhalte, und wie ich einen Notruf absetze."
Im Klassensaal war das Gespräch mit den Kindern das Wichtigste. Der
Einsatz eines Rauchhauses half zu verstehen warum der Rauch viel
gefährlicher ist als das Feuer. Die Schüler konnten so anschaulich
nachvollziehen, wie sich der Brandrauch von oben nach unten aufbaut und
deshalb in Bodennähe am längsten Luft zum Atmen ist. Kerzen,
Streichhölzer, feuerfeste Unterlagen und Feuerzeuge waren wichtige
Utensilien beim richtigen Umgang mit Zündmitteln. Eine Präsentation
unterstrich das Thema, dessen Quintessenz nur lauten konnte: Umgang mit
Streichhölzern und Feuerzeugen niemals ohne Erwachsene.
Im Feuerwehrhaus hatte die Praxis Vorrang. An einer speziellen
Telefonanlage konnte das Absetzen eines Notrufs geübt werden während
eine andere Gruppe die Einsatzfahrzeuge inspizieren konnte. Was im
Klassensaal am Rauchhaus demonstriert wurde, wurde nun von
Feuerwehrmännern unter schwerem Atemschutz live vorgeführt. Zum Schluss
trafen sich alle Gruppen im Lehrsaal. Dort wurde wieder anhand einer
Computerpräsentation der Verlauf eines Feuerwehreinsatzes von der
Alarmierung bis zur abschließenden Wiederherstellung der
Einsatzbereitschaft bildhaft vorgeführt. Das sprichwörtliche Highlight
war die Vorführung einer Fettexplosion. Sie zeigte, welche Gefahren bei
falschem Verhalten selbst in der Küche lauern können. Die Zeit verging
wie im Fluge, und zum Abschied erhielten die Schülerinnen und Schüler
noch ein kleines, natürlich themenbezogenes Geschenk.
"Für viele Kinder war es ein Wiedersehen mit uns, da sie vier Jahre
zuvor schon im Kindergarten an einem ähnlichen Projekt teilgenommen
hatten. Wir konnten also an den Vorerfahrungen anknüpfen. Beim Thema
Rauchmelder zeigte sich erfreulicherweise ganz deutlich, dass
vorbeugender Brandschutz auch in den Familien, Kindergärten und Schulen
immer mehr zum Thema wird," erklärte Eberhard Bickel abschließend.

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