Jahreshauptversammlung

Einstimmiges Votum für Wehrführung und Vorstand

(OS) Neuwahlen prägten die Jahreshauptversammlung im Rimbacher Feuerwehrhaus. In Abwesenheit des erkrankten Vorsitzenden Michael Kadel leitete sein bisheriger Stellvertreter Thomas Dörr die Versammlung. Unter den Gästen begrüßte er Bürgermeister Holger Schmitt, die Gemeindebrandinspektoren Bastian Weisener und Michael Merker sowie den Wehrführer aus Lauten-Weschnitz/Mitlechtern Alexander Baltz. In ihren Berichten zogen die vielfältigen Abteilungen und Gruppen der Feuerwehr ein positives Resümee des vergangenen Jahres und hoben die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde hervor.

Die Wehr wurde zu 23 Einsätzen gerufen, 17 weniger als im Jahr 2015. Die „einsatzfreie“ Zeit nutzten die ehrenamtlichen Kräfte für die Aus- und Weiterbildung, die Feuerwehrleistungsübungen, Mitgliederwerbung und Vereinsarbeit. Somit konnte auch im abgelaufenen Jahr auf eine hohe Gesamtstundenzahl gemeinnütziger Arbeit zurückgeblickt werden.
Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen der Gemeinde präsentierte sich die Wehr beim Rimbacher Frühling und informierte die Bürgerinnen und Bürger über das „Hobby Feuerwehr“. Zum traditionellen Herbstfest begrüßten die Mitglieder zahlreiche Wanderer und Besucher in der Fahrzeughalle. Ein Highlight im vergangenen Jahr waren die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr, die Jugendwart Frank Faust in seinem Bericht besonders hervorhob. Ein Festwochenende im Juli konnte dank einer guten Vorbereitung und dem Einsatz zahlreicher Helfer durchgeführt werden. Die 40 Mitglieder zählende Jugendabteilung freute sich, zu einem Festkommers, einer Großübung, einem Musikabend und einem Aktionstag viele Besucher aus Rimbach und der Region begrüßen zu dürfen. Es war ein unvergessliches Wochenende für alle Beteiligten, so Faust abschließend. Das Jubiläumsjahr wurde mit weiteren Veranstaltungen und Aktionen bereichert. Im Kreiszeltlager, welches nur drei Tage nach dem Festwochenende begann, konnten zudem 9 Nachwuchsbrandschützer die Leistungsspange erfolgreich ablegen.
Für die kurzfristig entschuldigte Stabführerin Stefanie Roth verlas Petra Fuhr den Bericht des Spielmannszuges. Dieser blickte ebenfalls auf ein abwechslungsreiches Jahr mit insgesamt 12 Auftritten, einem Tagesausflug und einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde zurück. Zu letzterem Event reiste die Gruppe nach Frankfurt in die Commerzbank Arena, um dort mit Tausenden Spielleuten das größte Orchester der Welt zu bilden. Einen Schwerpunkt legt der Spielmannszug weiterhin auf die musikalische Ausbildung junger Spielleute. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, zeigt die Einbindung junger Musiker in die bestehende Formation.
Über regelmäßige Treffen der Alters- und Ehrenabteilung wusste Hans-Erich Schuch zu berichten. Er ermutigte die 24 Mitglieder, an den Veranstaltungen teilzunehmen und wies auf einen geplanten Ausflug in diesem Jahr hin.
Obwohl die Platzierungen nicht die gesteckten Ziele erfüllten, zeigte sich Wettkampfleiter Björn Schmitt mit den Leistungen seiner drei Mannschaften zufrieden. Seine Zufriedenheit begründete Schmitt zum einen mit dem erfolgreichen Abschneiden der 16 Wettkämpfer, die zusätzlich ein Leistungsabzeichen erreichten. Zudem bestehe eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Wettkämpfern, für die die Kreisleistungsübungen eine wichtige Stütze in der feuerwehrtechnischen Aus- und Weiterbildung sind.
Für eine besondere feuerwehrspezifische Ausbildung zeichnen sich die Brandschutzerzieher in der Gemeinde schon seit vielen Jahren verantwortlich. In seinem Bericht lobte Frank Schmitt die Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindergärten und der Grundschule. Das bewährte Konzept der Brandschutzerziehung erfreue sich nach wie vor großer Zustimmung und sei auch über die hessischen Grenzen hinaus ein gefragtes Dokument. Dennoch sei eine Neuauflage in Arbeit und werde schon bald den Gremien vorgestellt.
In seinem Kassenbericht stellte Jan Bechtel die Ein- und Ausgaben gegenüber. In seiner Auflistung wies er u.a. auf die Anschaffung einer Sondersignalanlage für den Einsatzleitwagen aus Vereinsmitteln hin. Die ordnungsgemäße Buchführung wurde von den Kassenprüfern Kim Janske und Andreas Christoffel festgestellt, weshalb der Vorstand in einer anschließenden Abstimmung entlastet wurde.
Vor den Neuwahlen dankte Bürgermeister Holger Schmitt den Anwesenden für die geleistete Arbeit. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde beruhe auf gegenseitigem Vertrauen und gelebtem Engagement. Die Wehr habe die einsatzfreie Zeit sinnvoll genutzt und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Das Jugendfeuerwehrjubiläum zeige den Zusammenhalt in der Feuerwehrfamilie und die Einsatzbereitschaft der Mitglieder. Seitens der Gemeinde lege man großen Wert auf die Einhaltung des aufgestellten Bedarf- und Entwicklungsplans, welcher konstruktiv und im gegenseitigen Verständnis erarbeitet wurde.
Nach einer kurzen Pause folgten die Wahlen. Hier wurden alle Kandidaten einstimmig in ihre Ämter gewählt. In Personalunion führen Michael Kadel und Frank Faust die Wehr und den Feuerwehrverein. Bürgermeister Schmitt und Jan Bechtel dankten dem scheidenden stellvertretenden Wehrführer Thomas Dörr für sein Engagement und seine langjährige Arbeit. Die Jugend- und Kinderabteilung leiten fortan Kim Janske und Ayla Christoffel. Die Alters- und Ehrenabteilung vertritt Hans-Erich Schuch und löst damit Heinz Allert ab. Unverändert bleiben die Funktionsträgerinnen im Spielmannszug (Stabführerin Stefanie Roth, Geschäftsführerin Angelika Schmitt) und der Rechner Jan Bechtel. Die Kasse wird dieses Jahr von Stefan Böhm und Eberhard Bickel geprüft. Letzterer übergab sein Amt als Schriftführer an Oliver Spreng. Beisitzer im Vorstand sind Bastian Weisener, Andreas Neber, Thomas Dörr und Stefan Schuch. Als Gerätewarte wurden Achim Öhlenschläger, Philip Breisch und Guido Barke gewählt. Für die Atemschutzwerkstatt zeichnen sich Bernd Schäfer, Axel Schmitt und Oliver Spreng verantwortlich. Gemäß Feuerwehrsatzung wurden Tobias Tinz und Thorsten Böhm in den erstmalig gewählten Feuerwehrausschuss berufen.
Thomas Dörr dankte Heinz Allert, Klaus Kadel und Eberhard Bickel für ihre langjährige Vorstandsarbeit und überreichte ihnen ein Geschenk. Aus den Händen von Bürgermeister Schmitt erhielt Achim Öhlenschläger die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Gleichzeitig ernannt Dörr den Jubilar zum Ehrenmitglied. Aus den Reihen der Jugendbetreuer erhielten Natalie Fünfstück, Sarah-Kristin Fünfstück, Tobias Pflästerer und Jens Schmitt die Ernennungsurkunde zum Jugendbetreuer.
Stolz kann die Wehr auf drei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr blicken: Noah Dudszus, Nils Öhlenschläger und Atreyu Christoffel wurden per Handschlag von Thomas Dörr in den aktiven Dienst übernommen.

Alarmübung

Alarmübung der Feuerwehren der Gemeinde Rimbach am evangelischen Kindergarten

(OS) Ein Szenario, das sich niemand wünscht, probten die Feuerwehren der Gemeinde Rimbach mit einer Alarmübung am Freitagabend. Ein Brand war im mittlerweile leerstehenden Gebäude des evangelischen Kindergartens ausgebrochen. Drei Personen, darunter ein Kleinkind, wurden im dem verrauchten Gebäude vermisst. Das Übungsobjekt hat sich auf Grund der Bauarbeiten angeboten, erklärte Gemeindebrandinspektor Bastian Weisener. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Michael Merker und Bürgermeister Holger Schmitt beobachungtete er die Übung. Ein Brand in einer öffentlichen Einrichtung mit vielen Personen, speziell mit Kindern, verlangt von den Brandschützern ein umsichtiges und schnelles Handeln. In der Nachbesprechung wurden den Einsatzkräften eben diese Eigenschaften im vollen Umfang bescheinigt.
Als die ersten Fahrzeuge mit Einsatzleiter Frank Faust an der Einsatzstelle eintrafen, drang der Rauch aus der Nebelmaschine bereits aus allen Löchern. Die offene und verwinkelte Bauweise mit Zwischenebenen erforderte eine große Anzahl an Atemschutzgeräteträgern zum Absuchen des Gebäudes. Aus diesem Grund wurden fiktiv weitere Feuerwehren alarmiert. Die enge Zufahrt und Platzverhältnisse vor dem Eingang beschäftigten die Einsatzleitung zudem hinsichtlich der Fahrzeugaufstellung. Die Wasserversorgung stellten die Feuerwehren aus der Weschnitz her. Quer durch die Ortsmitte lagen daher die Schläuche bis zur vermeintlichen Brandstelle. Im realen Fall würde sich dieses Vorgehen sicherlich wiederholen.
In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Holger Schmitt den anwesenden Brandschützern für deren Einsatz und Engagement. Die Feuerwehren arbeiten Hand in Hand zur Abwendung von Gefahren und Katastrophen. Übungen, wie diese am Freitagabend, liefern wichtige Erkenntnisse für diese Aufgabe.

Rimbacher Herbst 2017

Rimbacher Herbst 2017

(OS)
Zur „Sonderschau der Hilfsorganisationen“ lud der WVV Rimbach die Besucher des Rimbacher Herbst in den Brehmergartenweg ein. Dort präsentierten sich neben den gemeindlichen Feuerwehren und dem DRK Ortsverband Rimbach auch das THW, die Polizei und die Rettungshundestaffel Bergstraße.
Gemeinsam rücken diese Organisationen im Ernstfall aus, um Hilfe zu leisten. Am Sonntag standen die Mitglieder den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Die zahlreichen Fahrzeuge am Straßenrand boten Einblicke in die Ausrüstung der Organisationen. Unter den großen Pavillons fanden die Besucher einen trockenen und informativen Ort zum Fragen und Fachsimpeln.
Zwei Vorführungen von Feuerwehr, DRK und Rettungshundestaffel demonstrierten anschaulich das Leistungsspektrum der Retter und ihrer Hunde. Mit einer Fettexplosion wiesen die Brandschützer auf die Gefahren einer falschen Löschmethode hin. Der Feuerball schraubte sich in den Himmel und jedem Besucher wurde klar, dass ein solches Inferno in der heimischen Küche gravierende Folgen für Mensch und Haus haben würde. Ruhe bewahren, Eigenschutz beachten und wenn möglich die Pfanne mit einem Deckel schließen, lauteten daher die mahnenden Worte der Feuerwehrleute. Das konstruierte Szenario für diesen Nachmittag machte den Einsatz der Rettungshunde erforderlich. Gleich mehrere Personen wurden in Folge der Fettexplosion vermisst. Das Team der Rettungshunde Bergstraße zeigte eindrucksvoll, wie schnell und effektiv die Vierbeiner arbeiten, welche Hindernisse sie dabei überwinden und wie umfangreich die Arbeit der Gruppe ist. Mit lautem Bellen machten die Hunde auf die vermissten Personen aufmerksam, so dass der DRK Ortsverband Rimbach die Verletzten rettungsdienstlich versorgen konnte. Mit nützlichen Tipps zum Thema Verbrennungen informierten die Ehrenamtlichen die Besucher. Es muss ja nicht immer die lebensbedrohliche Verletzung sein, gab Pascal Pöhler dabei einen Auffrischungskurs in der Ersten Hilfe.
Mit einer aktionsreichen und informativen Sonderausstellung bewiesen die Hilfsorganisationen, dass sie gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind.

Brandschutzerziehung 2.0

Brandschutzerziehung 2.0

Brandschutzerziehung 2.0

(OS) Die Brandschutzerziehung der Rimbacher Feuerwehren basiert auf einem gemeindeeinheitlichen Konzept, welches im Jahr 2004 entwickelt und seitdem erfolgreich bei allen Veranstaltungen durchgeführt wurde. Mit der Veröffentlichung der ersten Auflage setzten die Rimbacher Brandschützer hessenweit beachtete Maßstäbe für die einheitliche Vermittlung von brandschutzrelevanten Themen in Kindertagesstätten und Grundschulen.
Nach 13 Jahren war es nun an der Zeit, das Konzept an die Entwicklungen der heutigen Zeit anzupassen, so Frank Schmitt bei der Präsentation des neuen Brandschutzkonzeptes der Feuerwehren der Gemeinde Rimbach. Im Beisein von Bürgermeister Holger Schmitt, dem Gemeindebrandinspektor Bastian Weisener, zahlreicher Kameradinnen und Kameraden der gemeindlichen Feuerwehren, sowie den Verantwortlichen der Kindertagesstätten und Grundschulen der Gemeinde Rimbach stellte Schmitt die Entwicklung und Ziele der Brandschutzerziehung im neuen Konzept vor. Durch die Erfahrungen vieler Veranstaltungen, dem Einsatz neuer Medien und den geänderten Anforderungen in der Arbeitswelt sei eine Anpassung des Konzepts sinnvoll gewesen.
Das Konzept der Brandschützer ermöglicht ein einheitliches Vorgehen in allen Einrichtungen in Rimbach. Dadurch erhalten alle Kinder eine einheitliche Belehrung zum Thema Brandschutz. Darüber hinaus können die ehrenamtlichen Helfer gemeindeweit eingesetzt werden.
Der Reiz am Spiel mit dem Feuer sei das Verbotene, so Schmitt. Daher lehren die Brandschutzerzieher der Gemeinde den sicheren Umgang mit Zündmitteln, das Absetzen eines Notrufs, das richtige Verhalten im Brandfall und die Tätigkeiten der Feuerwehr.
Bürgermeister Holger Schmitt unterstrich in seinen Worten die Bedeutung der Brandschutzerziehung für Kindertagesstätten und Grundschulen. Die Überarbeitung des Konzepts zeige, dass die Feuerwehren der Gemeinde zukunftsweisend und pflichtbewusst ihre Aufgaben erfüllen und einheitliche Standards für die Gemeinde setzen.